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Statement: Frankfurt und seine versiegelten Flächen

Statement der Wählergemeinschaft „Die Frankfurter“:
Die Stadt Frankfurt kündigt an, versiegelte Flächen zu entsiegeln und mehr Grünflächen zu schaffen. Dieses Ziel unterstützen wir ausdrücklich – doch der aktuelle Kurs der Stadt zeigt ein anderes Bild.

Am Beispiel Rathenauplatz, Goetheplatz wird der Widerspruch deutlich: Erst vor kurzem wurde dort für Millionen Euro eine durchgehende Betonfläche geschaffen – ohne nennenswerte Begrünung, ohne ausreichende Sitzgelegenheiten, ohne Aufenthaltsqualität. Nur kurze Zeit später wird nun von der Stadt ein Entsiegelungskonzept vorgestellt.

Noch gravierender ist der geplante Umbau des Pauls Platzes für das sogenannte Haus der Demokratie: Hier sollen rund 50 große Platanen entfernt und durch eine nahezu vollständige Neuversiegelung ersetzt werden. Ein solches Vorgehen widerspricht fundamental dem Anspruch, Frankfurt klimaresilienter und lebenswerter zu machen.

Das zeigt: Es fehlt ein durchgängiges Konzept und eine klare Linie. Auf der einen Seite wird Entsiegelung versprochen, auf der anderen Seite entstehen durch neue Bauprojekte noch mehr versiegelte Flächen.

Wir von „Die Frankfurter“ fordern deshalb:

  • Einen verbindlichen Gesamtplan für Entsiegelung und Begrünung, der nicht durch Einzelprojekte wieder konterkariert wird.
  • Bestandsschutz für gewachsene Bäume und Grünanlagen, anstatt gesunde Platanen zu fällen und Plätze neu zu betonieren.
  • Eine sinnvolle Verknüpfung von Großprojekten mit Bürgernutzen: Bei jedem Großprojekt sollen mindestens 1 % der Mittel verpflichtend in Maßnahmen für Begrünung, Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität fließen.

Nur so kann Frankfurt wirklich eine Stadt werden, die den Menschen dient und nicht widersprüchlichen Projekten und Prestigeplanungen.

 

Thomas Bäppler-Wolf
DieFrankfurter

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